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Wie Drohnen und “fliegende Verkehrsmittel” unsere Städte der Zukunft maßgeblich verändern werden

Der Markt für unbemannte Fluggeräte schreitet aktiv voran und bietet zweifelsfrei großes Potential für weitere Wertschöpfung, wirtschaftliches Wachstum und Nachhaltigkeit. Immer neue, hochinnovative Entwicklungen in diesem Bereich geben wichtige Impulse, die sich auch auf Architektur bzw. Bau- und Logistik-Prozesse und Strukturen unserer Städte auswirken werden.


Drohnen, “fliegende Transportmittel und Lufttaxen” könnten schon bald Teil des alltäglichen Stadtlebens der nahen Zukunft werden und unsere Transportwege und Dimensionen neu definieren.


Drohnen werden derzeit bereits u.a. zur Überwachung, im Logistik- und Liefersegment und im zunehmend automatisierten Bausektor eingesetzt. Gerade im Bereich Logistik ergeben sich hier bemerkenswerte Möglichkeiten: Unabhängigkeit von etablierten Verkehrswegen, Überwindung von natürlichen Barrieren wie bspw. Gewässern oder Gebirgen als auch ein relativ problemloser Zugang zu schwer zugänglichen Gebieten.


Allerdings erfordert die Implementierung dieser Luftvehikel eine umfassende Adaption des bereits existenten Baubestands großer Agglomerationen: Landeplätze, Ladestationen, Drohnenflughäfe sind erforderlich. Dies könnte in Konsequenz zu komplett neuen Ausprägungen im Gebäudedesign und -bau führen.Schriftsteller und Designer wie Paul Cureton, Senior Lecturer des renommierten Lancaster Institute for the Contemporary Arts (“Drone futures - UAS in landscape and design”) erklären den Einfluss von Luftfahrzeugen auf das urbane Design unter Berücksichtigung möglicher Flug- und Transportbahnen im Stadtgeschehen.


Das Zeitalter der Luftfahrt


Schon jetzt kann man sagen, dass die Diversität ziviler Drohnen in Größe und Komplexität hoch unterschiedlich sein wird: Sie können eine Unzahl von Dingen transportieren - High Resolution Kameras, Liefergeräte, thermale Bildtechnologie, Lautsprecher, Pakete, medizinisches Equipment.Im öffentlichen Sektor werden Drohnen bereits weltweit erfolgreich eingesetzt: Bspw. in der Katastrophenbewältigung um (Groß-)feuer zu löschen, die Feuerwehrmänner übermäßig gefährden würden; im Rahmen der Coronavirus - Pandemie zur Durchsetzung diverser Lockdown Maßnahmen; zum Transport medizinischer Lieferungen in ländliche oder entlegene Gebiete.


Neben Drohnen sind auch Senkrechtstarter / -lander (VTOLs - vertical takeoff and landing crafts), als private Luftfahrzeuge oder Lufttaxis, ein Teil der Überlegungen. Diese Art des Transports ist dem gemeinen Sci-Fi Fan durchaus bekannt, aber diese fliegenden Vehikel sind unterdessen durchaus Realität. Eine Reihe von Unternehmen entwickelt bereits eVTOL mit elektrischen Multi - Rotor Düsen - was ganz “en passant” auch eine komplett neue Art von Motorsport kreierte.


Das Erscheinungsbild unserer Städte wird ein anderes sein - die sichere Koexistenz der bemannten und unbemannten Luftfahrt und gleichzeitig der Menschen “am Boden”, als auch die Bewältigung eventuell ansteigender Geräusch Emissionen, stehen aber nach wie vor im Vordergrund.


Neue Städte


Erste Schritte in Richtung einer VTOL und Drohnen - kompatiblen Stadtarchitektur sind schon erfolgt: Der Architekt Saúl Ajuria Fernández bspw. hat ein neues Design für einen Lieferdrohnen “Hafenumschlagplatz” entwickelt, das im Großen und Ganzen der Systematik einer Bienenwabe gleicht. Hier können sich Drohnen aufladen und neue Fracht aufnehmen.Das Architekturunternehmen Humphreys & Partners’ Pier 2, entwickelte ein modulares Appartementhaus mit einer integrierten Auslegerplattform, die als Drohnenhafen für Lieferdrohnen dienen soll.Die Norman Foster Foundation arbeitet heute schon mit einem Drohnenflughafen zur Lieferung von medizinischen und anderen Hilfsstoffen via Drohne in ländliche Regionen Ruandas.


Dort, wo andere Transportsysteme versagen, wird die Nachfrage nach unbemannter Fluglogistik gezwungener Maßen steigen. Zudem stellen sich aus niedrigfliegenden Flugvehikeln (unter 150m) neue logistische Herausforderungen für den Stadtverkehr. Das spekulative Projekt der Design Studios Superflux - Drone Aviary Project - simuliert bereits anschaulich, wie diese Niedrigflieger mit ihren unterschiedlichen Funktionen in einem urbanen Umfeld funktionieren und logistisch ausgesteuert werden könnten, indem sie verschiedene Flughöhen einnehmen.


Die Menschheit befindet sich in einer kritischen Phase der Stadtgestaltung, die Problemen wie Klimawandel und Pandemien ins Auge sehen muss. Von daher könnten Drohnen und unbemannte Luftfahrzeuge ein Teil des strategisch notwendigen Umdenkens darstellen, um die urbane Umwelt zu verbessern und Menschen zu schützen. Jenseits der großen, spektakulären Zukunftsvisionen sind Drohnen heute schon in verschiedensten Lebensbereichen im Einsatz, deren gemeinsamer Nenner eine Verbesserung des alltäglichen (Stadt-) Lebens ist und einen handfesten Nutzen für Anwender und Allgemeinheit bringen.


Eine Weiterentwicklung - mitunter im Cross - Over mit KI basierten Steuerungssystemen - und tiefere Integration in ein optimiertes Leben und Agieren menschengeschaffene

r Agglomerationen wird bereits jetzt manifest und weitere interessante Projekte und Veränderungen im (architektonischen) Stadtbild von Morgen mit sich bringen ...


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